Mitarbeiter
Ende 2008 beschäftigte die MAN Gruppe einschließlich Leiharbeitnehmern 51 321 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres ist dies ein Zuwachs von 922 Personen oder 1,8 %. Im Inland wurde ein leichter Rückgang um 0,7 % verzeichnet. Dem gegenüber steht ein Zuwachs im Ausland von 5,3 %. 44 % der Mitarbeiter arbeiten bei den ausländischen Gesellschaften – ein weiterer %-Punkt mehr als im Vorjahr, der der Internationalisierung des Unternehmens Rechnung trägt. Gleichzeitig waren in der MAN Gruppe 2 197 Leiharbeitnehmer beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von 38 %. Die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse ging um 3 % auf 3 403 zurück. Im Jahr 2008 wurden in Summe 2 804 Millionen Euro für Personal aufgewendet. Die Angestelltenboni, die über gesetzliche Verpflichtungen hinausgehen, liegen in der Verantwortung der Geschäftsbereiche.

Unser Verhältnis zu den Gewerkschaften wird bestimmt durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie die internationalen Standards der ILO. Auf der Grundlage von Vereinbarungen mit den Arbeitnehmern und den für europäische Gesellschaften geltenden Regeln beziehungsweise nach den nationalen Gesetzen zur Unternehmensmitbestimmung von Arbeitnehmern wirken Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsgremien der Gesellschaften mit. Geschäftsgrundsätze und Verfahren zur Information, Beratung und Verhandlung mit Mitarbeitern/Arbeitnehmervertretungen über Veränderungen (wie Restrukturierungsmaßnahmen) sind nach den einschlägigen Richtlinien und Gesetzen zur betrieblichen Mitbestimmung geregelt. Die Besetzung der Gesundheits- und Sicherheitskomitees in den Geschäftsbereichen mit Management- und Angestelltenvertretern ist durch die Arbeitsschutzgesetze festgelegt. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu wahren, haben wir dezentrale Betriebsvereinbarungen abgeschlossen.
Im Rahmen des Gesundheitsmanagements konzentriert sich MAN mit der Aktion »Mach Dich fit MAN« auf die Gesunderhaltung der Belegschaft. Mit langfristig angelegten Aktionen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, für ein dauerhaftes Gesundheitsbewusstsein, eine höhere Sicherheit am Arbeitsplatz und eine bewusste Ernährung arbeiten die betriebsärztlichen Dienste der Teilkonzerne eng mit Krankenkassen und Gesundheitsvorsorgeeinrichtungen zusammen. Unter anderem wurden die Mitarbeiter in einer konzernweiten Aktion über Grippe informiert und profitierten von den angebotenen Schutzimpfungen. Die Gesundheitsquoten lagen im Durchschnitt der Metallindustrie von 95,7 %. Sie werden dezentral in den Tochtergesellschaften erfasst und verfolgt, ebenso wie die Zahl der Arbeitsunfälle. Diese werden MAN-weit in Form der Kennzahlen Unfälle je 1 000 Mitarbeiter, Unfälle je eine Million Arbeitsstunden und Abwesenheitszeit je Unfall (Unfallschwere) ausgedrückt. Beispielsweise zeigen die Kennzahlen der MAN Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum steigende Unfälle je 1 000 Mitarbeiter (+1,4 %), mehr Unfälle je Million Arbeitsstunden (+9,1 %) und schwerere Unfälle (+11,2 %), was dem Durchschnitt der Metallindustrie entspricht. Der Sozialbericht von MAN Nutzfahrzeuge gibt unter anderem darüber Auskunft. Auch die Zahl von Verletzungen und arbeitsplatzbezogenen Todesfällen wird dezentral in den Teilkonzernen erfasst.
Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen im ganzen Unternehmen steht weiter im Fokus. Der weibliche Anteil in Führungspositionen ist allerdings noch immer gering, ebenso der Anteil der weiblichen Angestellten in den ingenieurwissenschaftlichen Bereichen. Das korrespondierte auch 2008 mit der immer noch geringen Anzahl weiblicher Absolventen. Die MAN Gruppe setzt sich dafür ein, dieses Ungleichgewicht durch gezielte Maßnahmen zu beheben. Dazu gehören ein Mentorenprogramm mit anderen Unternehmen für junge Frauen, Stipendien und Mentorenunterstützung für Studentinnen und Berufseinsteigerinnen der TU München sowie Diversity-Aktionen wie die Teilnahme am bundesweiten Girls Day und die Einrichtung von Betriebskindergärten. Anfang 2009 wurde MAN deshalb von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg in den Genderdax aufgenommen: Diese Informationsplattform zeichnet die 100 besten Unternehmen aus, die sich aktiv für qualifizierte, karriereorientierte Frauen einsetzen.


